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Informationen 
zur Vitrektomie

Einordnung:

Mein Blick auf die Erkrankung ERU und Therapie

Bei dieser Operation handelt es sich um eine Spülung des Glaskörperraumes. Das Ziel ist, schädigende Entzündungsprodukte und Leptospiren (schraubenförmige Bakterien) aus dem Auge zu entfernen.

 

Im Moment wird der Begriff ERU, Equine rezidivierende Uveitis,  für viele unterschiedliche Erkrankungen verwendet. Wirksam ist die Operation bei der schmerzhaft wiederkehrenden inneren Augenentzündung der Pferde, die in der Regel durch Leptospiren verursacht wird und auch unter den Begriffen Mondblindheit und "Periodische Augenentzündung" bekannt sind. Bei dieser Form ist die Ursache also bekannt, so dass, im Gegensatz zu anderen Formen, die unter dem Begriff der ERU zusammengefasst werden, eine Heilung erfolgen kann.

Herangehensweise:

Kammerwasser-Probenahme
(Parazentese der vorderen Augenkammer)
zur Diagnostik auf Leptospiren?

Sind eine schmerzhafte Wiederkehr der inneren Augenentzündung bekannt und typische Krankheitszeichen sichtbar, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich Leptospiren im Auge befinden. In diesen Fällen wird direkt zur Operation geraten, um eine Parazentese zu vermeiden. Zur Absicherung erfolgt die Probenahme dann im Zuge der Operation, bei der Glaskörper zu Beginn der Vitrektomie unkompliziert entnommen wird. In unklaren Fällen und wenn die Wiederkehr nicht sicher bekannt ist kann, routinemäßig am stehenden Pferd, eine Probe aus dem Auge entnommen und auf Leptospiren untersucht werden. Bis das Ergebnis im Labor feststeht, vergehen wenige Tage.

Tag 1

Einlieferung in die Klinik, Beginn der vorbereitenden Behandlung

Tag 4

Operation in Vollnarkose (Narkose, Allgemeinanästhesie)

Tag 5 – 9

Nachsorge und Boxenruhe in der Klinik

Tag 10

Entlassung aus der Klinik, sofern Boxenruhe im Heimatstall möglich

Tag 10 - 14

Nachsorge und Boxenruhe im Heimatstall oder in der Klinik -
Ab Tag 15 ist keine Behandlung mehr erforderlich.

Klinikaufenthalt
& Nachsorge

Drei Tage vor der Operation sollte die Einlieferung in die Klinik erfolgen, damit das Auge auf die Operation vorbereitet werden kann. An Tag vier erfolgt die Operation in Vollnarkose (Narkose, Allgemeinanästhesie) in Seitenlage im Operationssaal. Danach sollten 10 Tage Boxenruhe eingehalten werden, um Erschütterungen des Auges möglichst zu vermeiden. 

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Klinikaufenthalt & Nachsorge:

Rückkehr an den Heimatstall

Die Entlassung der Pferde aus der Klinik erfolgt üblicherweise fünf Tage nach der Operation, sofern im Heimatstall noch über weitere fünf Tage Boxenruhe eingehalten werden kann und eine zweimal tägliche Behandlung mit Augensalben gewährleistet ist.

 

Ab Tag elf nach der Operation sind in Bezug auf das Auge freie Bewegung und Training ohne Einschränkung möglich. Beachten Sie aber bitte, dass Schnellstarts für den Bewegungsapparat schädlich sein können.

 

Beachten Sie bitte zudem, dass die Pupille noch für zwei bis drei Wochen weit gestellt bleiben kann, so dass tagsüber eine Fliegenmaske aufgesetzt werden sollte.

Nachsorgeformular

Wir empfehlen halbjährlich und nach eigenem Ermessen Bildmaterial und Informationen zum aktuellen Gesundheitszustandes des Auges über das Nachsorgeformular senden. Nur so können wir Langzeitergebnisse aufnehmen und darlegen, dass Therapien auch langfristig wirksam sind - zum Wohle der Pferde.

Hier erhalten Sie allgemeine Informationen über die Vitrektomie und einen Überblick der Operationensrisiken.

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